Bandtagebuch Dänemark 2007  

Sonntag:
Abfahrt. Endlich. Die Band ist am Kaiserlei komplett. Die Funkgeräte werden verteilt, der Wagen rollt. Hoffnungsfroh flackert die Erwartung in den Augen der Auserwählten. Für eine Woche werden sie alles zurücklassen, gut dotierte Anstellungen, sichere Eigenheime und grundanständige Frauen eingetauscht für ein neues Leben in einem rostigen Toyota-Bus voller Schnaps und verstimmter Instrumente. Mit jedem Kilometer sinkt der Intelligentzquotient des einzelnen zugunsten vollkommener Retardierung in der Gruppe. Die Verständigung wird simpel, am Ende werden einfache Gesten ausreichen, nachvollziehbare Handzeichen für die elementaren Bedürfnisse: trinken, ficken, kacken.
Ein überfahrener Fuchs lenkt kurz die Aufmerksamkeit auf sich. „Doch nicht so schlau“, Gurvan bringt es auf den Punkt. Bei Kilometer 250 platzt ein Reifen. 
Doch nicht so zuverlässig der Bus. Für einen Moment scheint alles vorbei zu sein. Aber diese Band kennt das. Bei einzelnen Mitgliedern ziehen sich diese Momente schon über Jahre. Kein Grund zur Panik. Fünfzehn Minuten später und um eine Erfahrung reicher rollt der Toyota wieder, schlängelt sich durch Hamburg weiter nach Norden.

      Ein guter Tipp in Neumünster

                                                   

In Neumünster bekommt Gurvan endlich sein fünftes Pils, Schnitzel werden aufgetragen und Durst gestillt.Das Fiddlers Green macht seinem Namen alle Ehre.

Ein grundsolider Pub, den es in vergleichbarer Weise an etwa vier Millionen anderen Plätzen dieser Welt gibt. Doris leitet das Etablissement mit der Herzlichkeit, wie man sie in Bahnhofsmissionen vermutet, mit dem Unterschied, dass man hier ständig zum Trinken ermuntert wird...

Zum Weiterlesen: Hier klicken!